Naturschutz

Es gibt unendlich viele Wege und Möglichkeiten, das Miteinander ein wenig besser zu gestalten. Ein nettes Wort für jemanden haben, auch wenn es einem selbst gerade nicht so rosig geht. Sich bei der freiwilligen Feuerwehr, im Sport-oder Musikverein einbringen. Oder sich für den Naturschutz einsetzen und politisch aktiv sein. Die beiden letztgenannten Felder sind meine Schwerpunkte geworden, sie liegen mir beide am Herzen.

Im Kleinen wie im Großen ist mir ein verantwortungsbewusster Umgang mit Tieren und der Natur sehr wichtig. Unsere Umwelt ist schützenswert und schutzbedürftig. Deshalb unterstütze ich beispielsweise den NABU in Aitrach bei der Biotop-Pflege, bastle mit Kindern Nistkästen und unternehme mit ihnen Streifzüge, um ihnen spannende Einblicke in die Natur zu geben.

Man schützt nur, was man kennt.

Es gibt Erfolgsgeschichten beim Naturschutz, die uns Mut machen sollten: Biber und Wolf sind in ihre (und unsere) Heimat zurück gekehrt. Doch die Reaktionen sind vielerorts von Ablehnung statt von Begeisterung geprägt. Beim Biber reichen schon ein paar gefällte Bäume, um Rufe nach Abschuss laut werden zu lassen. Stattdessen sollten wir uns bewusst machen, dass die Eingriffe des Bibers ins Biotop ganz natürlich sind. Wenn der Biber nicht gefährlich in die menschliche Infrastruktur eingreift, sollten wir ihn gewähren lassen und  die Veränderung als Bereicherung sehen.

Schön wäre es, dem Biber an den Gewässern etwas mehr Platz zu lassen. Zu oft verlaufen Straßen und landwirtschaftliche Flächen viel zu nah an Gewässern. Damit fehlt nicht nur dem Biber Lebensraum, sondern auch vielen anderen Tierarten, insbesondere Insekten und Vögeln. Außerdem würde ein größerer Puffer den schädlichen Eintrag von Pestiziden und Dünger in die Gewässer reduzieren.

Beim Wolf ist die Sache komplizierter. Deshalb habe ich an separater Stelle >> Position zum Wolf bezogen.

Einsatz gegen das Insektensterben

Die Zahl der Insekten nimmt seit Jahren dramatisch ab. Die Ursachen sind zahlreich und komplex, das Ergebnis schockiert – oder doch nicht? In der öffentlichen Diskussion scheint das Thema eher auf ein paar „Fachidioten“ reduziert zu sein. Einen breiten Aufschrei, der die Basis für politische Veränderung sein könnte, habe ich jedenfalls nicht gehört.

Getreu meinem Motto „Nicht meckern, machen!“ habe ich deshalb die Initiative AITRACH BRUMMT ins Leben gerufen.

Bei diesem Projekt bringen wir mehrjährige Blühmischungen mit besonders langer Blüte vom Frühjahr bis in den Herbst aus. Darunter sind seltene und besonders insektenfreundliche Gräser und Kräuter. Die Flächen werden rücksichtsvoll bewirtschaftet und besonders spät gemäht. Dazu stellen wir mehrere große Insektenhotels auf, damit die geflügelten Freunde  ihre Beute ins Trockene bringen und eine Herberge finden können.

Doch nicht nur das: Mit AITRACH BRUMMT wollen wir mit gutem Beispiel voran gehen und möglichst viele Menschen anregen, selbst etwas gegen das Bienensterben zu unternehmen.

Deshalb: Informieren Sie sich auf der Website von AITRACH BRUMMT und werden Sie Fan von AITRACH BRUMMT auf Facebook. Machen Sie mit!

Besserung bei den Honigbienen

Nur bei der Honigbiene sieht die Situation besser aus. Zwar würden auch sie in Massen sterben, wenn sich nicht Menschen um sie kümmerten. Doch allein in Deutschland nehmen über 100.000 Imker diese Verantwortung erfolgreich an. Sie bilden eine Lobby für die Honigbiene. Da außerdem viele Menschen gerne Honig essen, bleiben die Mahnungen der Imker nicht ungehört.

Mit unserem Projekt „Heimathonig“ unterstützen meine Frau und ich die regionale Bienenhaltung. Das Projekt ist ein Beispiel für erfolgreichen Naturschutz in Verbindung mit marktwirtschaftlichen Prinzipien. Frei nach dem Motto: „Lohnt sich die Imkerei, werden mehr Bienen gehalten“ unterstützen wir die regionalen Imker bei der Honigvermarktung. Als Umweltschutzprojekt und mit viel persönlichem Engagement gestartet, ist Heimathonig inzwischen die führende Website für regionalen Honig. Für mehr Infos zu Heimathonig.de >> hier klicken.

Leider nützt das den unzähligen Wildbienen und anderen Insekten herzlich wenig. Das Thema gleicht unverändert einem Schwelbrand. Eine der größten Tragödien in unserer Natur bleibt weitgehend unbemerkt. Deshalb ist aktuell auch keine Besserung der Situation in Sicht.